Das moderne Kirchenlied bringt es wunderbar zum Ausdruck: Aufblühen! Es wird wieder grün, es sprießt in Wald und Flur, es bleibt wieder länger hell. Das Leben strahlt wieder mehr.
In einer weiteren Strophe heißt es:
„Alle Augen springen auf, fangen an zu sehen…“
Eine Hoffnung für alle, die im Dunkeln leben!
Eine Umfrage aus den 90er Jahren macht die Bitterkeit eines Lebens im Dunkeln drastisch deutlich: 90% der Befragten antworteten auf die Frage, was denn wohl das Schlimmste für ihr persönliches Leben sei, mit den Worten: „zu erblinden“.
Ist Erblindung schon in unseren Breiten kein Zuckerschlecken, so ist sie in den meisten Ländern Afrikas und Lateinamerikas noch einmal ein größeres Unglück. Wir können noch recht gut nachvollziehen, dass blinde Menschen auf dem Lande keine Tiere hüten können, dass sie sich nicht allein zu Fuß auf den Weg machen können, um den nächstgrößeren Ort zu erreichen, wo es ein Geschäft oder eine Arztpraxis gibt.
Aber auch in einer großen Stadt – sagen wir 400.000 Einwohner – hilft beispielsweise ein Blindenstock kaum, um sich gefahrlos zu bewegen, wenn es in dieser Stadt mal gerade fünf Kilometer Bürgersteige gibt.
Was tun wir als Stiftung Augenlicht dagegen?
Antwort: Blindheit verhüten!
Wie tun wir das?
Erstens: Fachkräfte im globalen Süden ausbilden
Schon in den 90er Jahren hat Dr. Raimund Balmes mit dem Aufbau von Ausbildungsgängen für augenheilkundliches Fachpersonal in Afrika begonnen. So wird heute z.B. ein Mitarbeiter einer von der Stiftung finanzierten Klinik im bitterarmen Südsudan zum „Cataract-Surgeon“ ausgebildet. Ein Cataract-Surgeon ist eine Stufe unter dem Augenarzt angesiedelt, kann aber Operationen am Grauen Star durchführen. Der Graue Star ist mit Abstand die häufigste Erblindungsursache in Afrika.
Im Kongo setzt die Stiftung eine augenheilkundliche Facharztausbildung in Gang. Wir unterstützen dabei die Basisarbeit unserer langjährigen Partnerin Christiane Paschke, die seit Jahrzehnten in Afrika im Feld der Kinderaugenheilkunde tätig ist.
Zweitens: Wir gehen zu den Menschen - auch in Deutschland!
Die Not in unserem Land ist anders, aber auch bedrückend. Älteren Menschen mit komplexen Einschränkungen mangelt es oft an einer guten Unterstützung bei der Anpassung von Brillen. Also fährt die Orthoptistin Andrea Meisinger mit einem „Sehmobil“ zu diesen Menschen und unterstützt sie mit Diagnostik, Hilfsmittelberatung und beim Organisieren von Terminen (z.B. mit Optikern). Hierzu gibt es kein Budget bei den Krankenkassen. Auch hier hilft die Stiftung.
Diese und weitere Projekte (www.stiftungs-augenlicht.org) setzen wir gerne fort und wir bitten Sie daher: Helfen Sie uns, weiterhin zu helfen!
Vielleicht erhält das Lied dann einen besonderen Klang:
„Alle Augen springen auf…“
Wir danken Ihnen im Namen der Betroffenen und unserer Projektpartner für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen ein gesegnetes Osterfest, verbunden mit der Erfahrung, das aufblühende Leben zu genießen.
Bleiben Sie an unserer Seite!
Ihre Stiftung Augenlicht